Stölzle schreibt Geschichte

Von den Anfängen der Glasbläserkunst bis zum Unternehmen Stölzle

Schlaglichter der Lausitzer Geschichte des Glases:

Geschichte des Glases in der Oberlausitz

Seit mehr als 500 Jahren pflegen die Lausitzer die Kunst der Glasherstellung und -veredelung. Eine Urkunde aus dem Jahre 1433 erwähnt erstmals eine Glashütte, die das grünliche oder bräunliche »Waldglas« herstellte. In der Lausitz gibt es viel Holz, Quarzsand, Kalkstein und Ton – beste Voraussetzungen zum Herstellen des »lichten Goldes«. Bald rauchen die Öfen von immer mehr Glashütten in den Wäldern der Region. Auch die Produkte und Techniken entwickeln sich weiter. Besonders in Weißwasser siedeln sich viele Glashütten an. Als das 20. Jahrhundert beginnt, ist der Lausitzer Ort das Ballungszentrum der Produktion von Hohlglas. Damit konzentriert sich hier auch das Know-how um die Glasherstellung.

Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschweren, sondern den Verstand erleuchten.

Jean Paul, deutscher Dichter

  • 2010: Vierte Produktionslinie

    Im Jahr 2010 nimmt Stölzle Lausitz eine vierte Produktionslinie in Betrieb. Der Neubau der 28-Tonnen-Glasschmelzwanne und der vierten Produktionslinie wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert.

  • 1. Juli 2005: Änderung des Firmennamens

    Im Zuge der Änderung des Firmennamens von Stölzle-Oberglas Lausitz GmbH in Stölzle Lausitz GmbH kam es auch zur gesetzlichen Loslösung von der Stölzle-Oberglas AG. Stölzle Lausitz arbeitete von nun an selbständig und untersteht seitdem nur noch der CAG-Holding GmbH und berichtet an sie.

  • August 1996: Übernahme

    Die Stölzle Oberglas AG übernimmt 1996 die traditionsreiche Produktionsstätte. Der Mutterkonzern ist nun die CAG Holding GmbH - eine Unternehmensgruppe von Dr. Cornelius Grupp. Seitdem investiert der Konzern stetig in den Standort Weißwasser. Eine neue Produktionshalle wird gebaut und drei Produktionslinien mit zwei Glaswannen für die Herstellung maschinell gefertigter und bleifreier Trinkgläser installiert.

  • 1992: Privatisierung

    Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurden die Lausitzer Glaswerke 1992 privatisiert.

  • bis 1991: Größte Glashütte

    Bis zur Deutschen Wiedervereinigung waren die Lausitzer Glaswerke die größte Glashütte der DDR und mit bis zu 4.000 Mitarbeitern eine der größten Arbeitgeber in der Region.

  • 1968/1969: Maschinen halten Einzug - Teil 2

    Durch stetige technische Weiterentwicklungen können seit Ende der 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts auch Stielgläser maschinell produziert werden.

  • 1960: Maschinen halten Einzug - Teil 1

    Um weiterhin konkurrenzfähig zu sein, wurden ab 1960 die Becher maschinell produziert.

  • 1946: VEB Oberlausitzer Glaswerke

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Hütten nach einem Volksentscheid enteignet. Die Geschäfte wurden nun unter dem Namen VEB Oberlausitzer Glaswerke Weißwasser weiter geführt.

  • 1935 - 1942: Wagenfeld beeinflusst Design

    Der Bauhauspionier Prof. Wilhelm Wagenfeld beeinflusst Produktion aber auch das Glasdesign mit seinen innovativen Entwürfen stark. Die Vereinigten Lausitzer Glaswerke bilden den Schwerpunkt der deutschen Glasindustrie.

  • 1929: Großer Kelchglasproduzent

    Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges waren die Lausitzer Glaswerke der größte Kelchglasproduzent Deutschlands.

  • 1920: Vereinigte Lausitzer Glaswerke AG

    Nach verschiedenen Firmierungen erhält das Unternehmen 1920 den Namen Vereinigte Lausitzer Glaswerke AG.

  • 1908: Manuelle Kelchglasproduktion

    Bislang produziert das Unternehmen technische Produkte wie Glasröhren und Kolben für Glühlampen. Um das Wachstum voran zu treiben, entschieden die Besitzer im Jahr 1908 mit der Produktion von Kelchgläsern zu beginnen.

  • 1889: Gründung

    Im Winter 1889 begannen die »Oberlausitzer Glaswerke J. Schweig und Co.« am heutigen Standort der Stölzle Lausitz GmbH mit der Produktion von Glasartikeln.